Zürcher Arbeitsmarkt im Januar 2012: Arbeitsmarkt bleibt weiterhin aufnahmefähig

08.02.2012 - Medienmitteilung

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Obschon sich das schwierige konjunkturelle Umfeld zunehmend belastend auf den Arbeitsmarkt auswirkt, blieb dieser im Januar weiterhin aufnahmefähig. Die Arbeitslosenquote stieg moderat um 0,1 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent an. Für die kommenden Monate ist mit einer weiteren Zunahme der Arbeitslosigkeit zu rechnen.

Die Lage auf dem Zürcher Arbeitsmarkt hat sich gegenüber dem Dezember zwar weiter verschlechtert. Dieser zeigt sich jedoch weiterhin robust und entsprechend aufnahmefähig. 4‘433 Personen konnten sich bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) von der Stellensuche abmelden. Ende Januar waren insgesamt 24‘035 Personen arbeitslos gemeldet, was einem moderaten Anstieg um 884 Personen gegenüber dem Vormonat entspricht. Die Arbeitslosenquote belief sich dabei auf 3,3 Prozent und lag 0,1 Prozentpunkte unter dem Schweizer Durchschnitt.

Die Zunahme erklärt sich grösstenteils durch den üblichen Saisoneffekt im Baugewerbe, aus welchem sich in den Wintermonaten erfahrungsgemäss mehr Personen bei den RAV zur Stellensuche melden als aus anderen Berufsgruppen oder Wirtschaftszweigen. Insgesamt meldeten sich im Januar 179 Personen oder 8,1 Prozent aus Bauberufen zusätzlich bei der öffentlichen Arbeitsvermittlung.

Nach wie vor am stärksten betroffen von einer zunehmend konjunkturell bedingten Arbeitslosigkeit sind gewisse Industrie- sowie verarbeitende Berufe. Bei der Metallverarbeitung und dem Metallbau beträgt die Zunahme 7,3 Prozent (+ 39 Personen) und bei den verarbeitenden Berufen beläuft sich der Anstieg auf 5,7 Prozent (+ 44 Personen). Für Berufe aus der Elektrotechnik, Elektronik, dem Fahrzeug- und Gerätebau wurden 13,2 Prozent mehr beziehungsweise 36 zusätzliche Arbeitslose registriert.

Auch in den Dienstleistungsberufen verzeichnete der vergangene Monat praktisch durchs Band zunehmende Arbeitslosenzahlen: Beispielsweise beträgt der Anstieg bei den Informatikern 5,2 Prozent (+ 34 Personen) und beim Transport und Verkehr wurden für vergangenen Monat 5,6 Prozent mehr Arbeitslose registriert, was einer Zunahme von 42 Personen entspricht.

Arbeitslosigkeit dürfte weiter moderat zunehmen

Bei den Anmeldungen zu Kurzarbeitsentschädigung war bis Ende 2011 kein nennenswerter Anstieg zu verbuchen, was aber nicht nur positiv zu bewerten ist. Denn angesichts der gegenwärtig beim Amt für Wirtschaft und Arbeit eingehenden Meldungen zu geplanten Entlassungen grösseren Ausmasses ist davon auszugehen, dass sich einige Unternehmen gegenwärtig mittels Entlassungen eher langfristig neu zu positionieren scheinen und nicht den Weg der Kurzarbeit als temporäre Überbrückung zur Arbeitsplatzerhaltung wählen. Insgesamt wird sich das Ungleichgewicht am Zürcher Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten angesichts der unterdurchschnittlichen Wachstumsdynamik weiter ausdehnen, was mit weiter zunehmender Arbeitslosigkeit einhergehen dürfte.

(Medienmitteilung des Amtes für Wirtschaft und Arbeit)

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