Zürcher Bevölkerung im Durchschnitt bald 45 Jahre alt

01.02.2012 - Medienmitteilung

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Die Bevölkerung des Kantons Zürich altert. Diese sogenannte demografische Alterung ist schon seit längerem in Gang und wird auch in Zukunft anhalten. Dies zeigt eine neue Studie des Statistischen Amts.

Altersaufbau der Zürcher Bevölkerung 1996 bis 2040

Altersaufbau der Zürcher Bevölkerung 1996 bis 2040

Verschiedene Masszahlen belegen den derzeit ablaufenden Alterungsprozess. So steigt etwa das Durchschnittsalter der Zürcher Bevölkerung laufend an, bis 2040 wird es um fast vier auf 45 Jahre zulegen. Zudem machen Pensionierte einen immer grösseren Teil der Bevölkerung aus, weil die geburtenstarken Jahrgänge aus der Nachkriegszeit langsam ins Rentenalter kommen. Heute entfallen auf eine Person im Rentenalter vier Personen im erwerbsfähigen Alter – 2040 wird dieses Verhältnis voraussichtlich nur noch 1 zu 2,5 betragen, sofern die AHV-Altersgrenze bis dann unverändert bleibt.

Tiefe Geburtenraten und steigende Lebenserwartung

Die demografische Alterung ist sowohl eine Folge der niedrigen Geburtenraten als auch der steigenden Lebenserwartung. Dadurch altert die Bevölkerung gewissermassen doppelt, so dass die Zahl der Jungen bis 2040 zwar nicht schrumpft, aber deutlich langsamer wächst als jene der Alten. Etwas Gegensteuer vermag die Zuwanderung in den Kanton Zürich zu geben, weil die Zuziehenden eher jung sind. Sie kann die Alterung aber nicht stoppen, selbst dann nicht, wenn deutlich mehr Menschen zuwandern werden als erwartet. Immerhin: Die Bevölkerung des Kantons Zürich altert weniger schnell als jene der meisten übrigen Kantone. 2035 wird der Kanton Zürich landesweit den drittkleinsten Anteil an über 64-Jährigen haben, knapp hinter den ebenfalls urban geprägten Kantonen Genf und Waadt.

Ländliche Regionen sind jung, altern aber stark

Zwischen den Zürcher Regionen gibt es, was die Alterung der Bevölkerung angeht, deutliche Unterschiede. Im Durchschnitt am jüngsten sind derzeit das Furttal und das Unterland – beides Regionen, die allerdings demnächst einen markanten Alterungsschub erleben werden. Auf der anderen Seite ist der Pfannenstiel am rechten Zürichseeufer diejenige Region mit dem höchsten Durchschnittsalter, wobei bis 2040 auch das Weinland gleichziehen wird. Die Stadt Zürich, die Mitte der Neunzigerjahre klar das höchste Durchschnittsalter aufwies, altert im Gegensatz zu den übrigen Zürcher Regionen momentan kaum, dies aufgrund des Altersaufbaus der Bevölkerung und wegen der Zuwanderung junger Menschen. 2040 wird die Kantonshauptstadt zusammen mit dem Limmattal zu den jüngsten Regionen gehören.

Vielfältige Herausforderungen für die Gesellschaft

Die demografische Alterung verändert die Bevölkerungszusammensetzung grundlegend und fordert dadurch die Gesellschaft heraus. Ein wichtiges Thema wird etwa die Sicherung der Altersvorsorge sein, ein anderes die Verhinderung des oft zitierten «Pflegenotstands». Gleichzeitig mit der Alterung wandelt sich aber auch die Bedeutung des letzten Lebensabschnitts. Heutige Menschen leben nicht nur länger als früher, sie haben nach der Pensionierung meist auch noch viele gesunde und aktive Jahre vor sich, ehe sie wegen des Alters schliesslich doch kürzer treten müssen. Dieses Potenzial der Rentnerinnen und Rentner gilt es in irgendeiner Form zu nutzen.

Bevölkerungsprognosen des Kantons Zürich

Die Studie des Statistischen Amts basiert auf den kantonalen Bevölkerungsprognosen, die bis ins Jahr 2040 reichen. Dabei gilt die Annahme, dass es in nächster Zeit nicht zu erheblichen wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Umwälzungen kommen wird.

Visualisierung der demografischen Alterung

Eine Internetapplikation auf der Website des Statistischen Amts zeigt anhand animierter Alterspyramiden, wie die Bevölkerung des Kantons Zürich altert:

(Medienmitteilung des Statistischen Amts)

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